Neue Musik in Hitzacker

Neue
Musik
2022

2023

Sofia

Gubaidulina

Im Jahre 1932 übersiedelte die Familie nach Kasan. Gubaidulina studierte Komposition und Klavier am Konservatorium von Kasan unter anderem bei Grigori Kogan und führte nach dem Abschluss 1954 ihre Studien in Moskau bis 1963 fort. Als Studentin wurde sie mit einem Stalin-Stipendium ausgezeichnet. Während dieser Studien wurde ihre Musik als „pflichtvergessen“ bezeichnet, aber Dmitri Schostakowitsch ermutigte sie, ihren „Irrweg“ fortzusetzen.

In der Mitte der 1970er Jahre gründete Gubaidulina gemeinsam mit den Komponisten Viktor Suslin und Wjatscheslaw Artjomow das Ensemble Astreja, das auf Instrumenten der russischen Volksmusik improvisierte. In den sechziger und siebziger Jahren waren ihre Werke in der Sowjetunion verboten, weil ihre Musik nicht den Vorstellungen des Sozialistischen Realismus entsprach.

Ihr Erfolg im Westen wurde vor allem vom Stargeiger Gidon Kremer (später auch von Reinbert de Leeuw) unterstützt, der ihr erstes Violinkonzert Offertorium 1981 uraufführte. Seitdem gehört Sofia Gubaidulina zusammen mit Alfred Schnittke und Edisson Denissow zu den führenden, weltweit anerkannten Komponisten Russlands der Ära nach Schostakowitsch.

John

Cage

John Milton Cage Jr. (* 5. September 1912 in Los Angeles; † 12. August 1992 in New York City) war ein US-amerikanischer Komponist und Künstler. Mit seinen mehr als 250 Kompositionen, die häufig als Schlüsselwerke der Neuen Musik angesehen werden, gilt er als einer der weltweit einflussreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Hinzu kommen musik- und kompositionstheoretische Arbeiten von grundsätzlicher Bedeutung. Außerdem gilt Cage als Schlüsselfigur für die Ende der 1950er Jahre entstehende Happeningbewegung und wichtiger Anreger für die Fluxusbewegung und Neue Improvisationsmusik. Neben seinem kompositorischen Schaffen betätigte er sich auch als Maler und befasste sich mit Mykologie, der Wissenschaft von den Pilzen.

Klaus

Menzel

Klaus Menzel (Hitzacker) ist Musiker mit Leidenschaft und mit einer Vision. Sein Motto »ohne Musik kein Leben« könnte auch der Leitspruch von Achtelton.de sein. Die Orgel ist sein Instrument. Als Chorleiter eröffnet er zusätzliche Klangräume. Die Leidenschaft für »Neue Musik« wurde während seines Studiums am Lehrerseminar für Waldorfpädagogik in Stuttgart von Peter- Michael Riehm geweckt. Vorher studierte er Kirchenmusik an der Musikhochschule in Lübeck.


Er arbeitet als Musiklehrer und Kantor in Hitzacker und die Vermittlung von Musik ist ihm eine Herzensangelegenheit.

Michael Maria

Ziffels

Michael Maria Ziffels ist Komponist, Klangforscher und Performer und wurde in Viersen (NRW) geboren. Er studierte Komposition und Musiktheorie an der Folkwang Universität bei Nicolaus A. Huber.  Der Folkwang-Gedanke (Verbindung aller Künste) ist in seinen Werken allgegenwärtig. Sein Repertoire umfasst Solowerke für akustische und elektronische Instrumente, Kammermusik mit Stimme und Elektronik sowie Werke für großes Orchester, mit Solisten und Chor sowie multimediale Installationen. Er erhielt Förderungen, auch für seine Konzertprojekte. Er lebt und arbeitet in Hitzacker (Elbe).

Hans-Joachim

hespos

Hans-Joachim Hespos entstammte einem musikalischen Hause und erhielt seit 1946 Geigenunterricht. Er debütierte 1948 im Alter von zehn Jahren in einem öffentlichen Konzert. 1950 folgten erste Kompositionsversuche. Nach dem Abitur studierte Hespos das Fach Pädagogik an der damaligen Pädagogischen Hochschule in Oldenburg. Von 1962 bis 1984 arbeitete er im Schuldienst. Seit seinem Ausscheiden aus dem Beamtenverhältnis ist Hespos als freischaffender Künstler mit dem Wohnsitz in Ganderkesee tätig gewesen.

Seit 1967 erhielt er zahlreiche Kompositionsaufträge aus dem In- und Ausland sowie Kompositionspreise und Ehrungen. Seine Werke, die Hespos seit 1978 im eigenen Verlag publizierte, finden Aufführungen in aller Welt. Bereits 1969 gründete er die Konzertreihe 11.11 neue musik in delmenhorst, der weitere Projekte wie kulturreibe hoyerswege, zentrum aktueller kunst (1982) und wiese GmbH, inspirierendes feld für erprobungen (1993) folgten.

Snezana

nesic

Snežana Nešić arbeitet sowohl als Instrumentalistin und Dirigentin mit zahlreichen Musiker*innen, Ensembles und Komponist*innen zusammen, sie ist aber ebenso eine international gefragte Komponistin.

Achtelton.de ist überglücklich, die ehemalige Stipendiatin aus Schreyahn 2023 als Gast zu haben. Neben eigenen Stücken für Akkordion und Elektronik wird sie weitere Stück spielen und uraufführen.

Ich zitiere hier eine Passage aus Ihrer Website: »Mir persönlich als Künstlerin und Komponistin sind die synergetischen Elemente, die in der Arbeit mit anderen Musiker*innen und Komponist*innen entstehen, sehr wichtig, da ich fest daran glaube, dass die wertvollste Fähigkeit der „guten“ Musik und Kunst immer noch darin besteht, zwischenmenschliche Kommunikation auf produktiv-inspirierender Weise zu stärken und dadurch unsere Ohren und Augen zu öffnen und zu schärfen.«

Ein starkes Statement, das voll und ganz die Intention und den Geist von achtelton.de unterstreicht. 

Wir freuen uns schon heute darauf, Frau Nešić  hier in Hitzacker zu begrüßen.

György

ligeti

György Sándor Ligeti [ˈɟørɟ ʃaːndor ˈliɡɛti] (Georg Alexander Ligeti; * 28. Mai 1923 in Diciosânmartin, Siebenbürgen, Königreich Rumänien; † 12. Juni 2006 in Wien) war ein österreichisch-ungarischer Komponist. Er gilt als einer der bedeutenden Komponisten des 20. Jahrhunderts und als Repräsentant der Neuen Musik.

Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde Ligeti durch die Verwendung seines Orchesterwerks Atmosphères sowie seines Chorstücks Lux aeterna im Film 2001: Odyssee im Weltraum von Stanley Kubrick. Der Regisseur setzte weitere Werke Ligetis in seinen Filmen Shining und Eyes Wide Shut zur musikalischen Untermalung ein.