Fidan Aghayeva-Edler ist eine in Berlin lebende Pianistin, die sich derzeit auf die Aufführung zeitgenössischer Musik und Musik von Komponistinnen konzentriert. Ihr jüngstes Projekt ist ein Klaviermarathon, bei dem sie als einzige Pianistin 24 Stunden lang ausschließlich Musik von Komponistinnen non-stop aufführt. Ihre innovative Arbeit wurde durch verschiedene Förderungen und Stipendien u.a. der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, des Fonds Darstellende Künste, des Goethe Instituts, Vaughan Williams Foundation, Cesko-Nemecky fond budoucnosti, inm, Musikfonds, Käthe-Dorsch- und Agnes-Straub-Stiftung und der Dwight and Ursula Mamlok Foundation unterstützt.
Ihre Aufnahmen wurden u. a. vom Bayerischen Rundfunk, RBB Kultur, Klassikcast des Goethe-Instituts, MDR Figaro, WDR3, Radio Eins, KAN Israel, Radio France und Český rozhlas ausgestrahlt. Zu ihren Soloalben gehören „Verbotene Klänge: Sechs Suiten“ (2019), mit der Musik verfolgter KomponistInnen, erschienen bei Kreuzberg Records, „Fenster“ (2022), erschienen bei GENUIN, mit den Werken von sieben zeitgenössischen Komponistinnen, das für den Preis der Deutschen Schalplattenkritik und den ECHO Klassik nominiert wurde, und Doppelalbum „Elements | Jasmine Petals“ (2026), erschienen bei neu gegründetem Label Salomé Records. Zu ihren weiteren kollaborativen Projekten gehören die CDs und Alben „Klavierwerke“ (2016), „Twenty for piano“ (2020), „The Black Garden“ (2020), “Seven Sisters” (2024).
Als Solistin und im Ensemble konzertierte sie weltweit, u.a. in der Berliner Philharmonie, Waldbühne Berlin, Grieghallen Bergen, und war u.a. Teil der „musica reanimata“- Konzertreihe im Konzerthaus Berlin, Impuls Festival, Musik21 Festival, Händel Festival, Borealis Festival, Bergen Festspillene, akademie kontemporär an der HfMT Hamburg, NUNC!5 Chicago, Baku Contemporary Music Days, Klangteppich, Junge Akademie Exhibition AdK Berlin, Sonic Matter Zürich, SOXXI Festival Valencia. Als Referentin wurde sie zu verschiedene Universitäten eingeladen, darunter University of North Texas, DePaul University, Berklee College of Music (USA), Ignacy Jan Paderewki Academy of Music (Polen), Mannheim Musikhochschule, HfMT Hamburg, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Deutschland), Griegakademiet Bergen (Norwegen), Universität für Kultur und Kunst (Aserbaidschan), Xàtiva und Carcaixent Conservatorien (Spanien).
Ihr Schwerpunkt liegt auf der Wiederentdeckung der Musik von verfolgten KomponistInnen. Sie bemüht sich um die Gleichstellung der Geschlechter in allen ihren Konzertprogrammen. Sie entdeckt ständig neue musikalische Sphären, wie z.B. improvisierte Performances (solo oder im Ensemble) mit erweiterten Klaviertechniken, die Realisierung von interdisziplinären Projekten (einschließlich Poesie und Tanz), die Erforschung von Instrumenten und Genres. Als Pianistin und Performerin tritt sie in Theater und Film auf; zu ihren jüngsten Arbeiten gehören Rollen in „Fabian“ von Dominik Graf, „Berlin.Babylon“ IV Saison, “Nocturne” von Oliver Alaluukas; Kammeroper „Wir“ im Deutschen Theater Berlin, „vis-á-vis“ im Ackerstadtpalast, „Amazon Rising“ von Heinrich Horwitz und „Ich heb‘ dir die Welt aus den Angeln“ in der Neuköllner Oper.
Seit 2025 ist sie im Vorstand des Archivs Frau und Musik. Sie ist künstlerische Leiterin des „Atalanta“ Komponistinnen Festivals in Berlin.