vita
Vlady Bystrov ist Komponist, Multiinstrumentalist mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer Improvisationsmusik, Echtzeitkomposition und elektroakustischen Verfahren. Seine Arbeit untersucht die Transformation freier Improvisation in strukturierte musikalische Prozesse und verbindet notierte, offene und algorithmische Elemente in einem performativen Kontext.
Zentrale Bestandteile seiner Werke sind räumliche Klangkonzepte, Live-Elektronik und die Entwicklung formaler Dramaturgien in Echtzeit. Diese künstlerische Praxis bildet zugleich die Grundlage seines Doktorats zur Echtzeitkomposition. Neben seiner Tätigkeit als Komponist und Performer ist Bystrov als künstlerischer Leiter und Kurator international ausgerichteter Festivals und interdisziplinärer Projekte tätig, in denen zeitgenössische Musik, experimentelle Performance und Musikvermittlung systematisch miteinander verknüpft werden.
Zentrale Bestandteile seiner Werke sind räumliche Klangkonzepte, Live-Elektronik und die Entwicklung formaler Dramaturgien in Echtzeit. Diese künstlerische Praxis bildet zugleich die Grundlage seines Doktorats zur Echtzeitkomposition. Neben seiner Tätigkeit als Komponist und Performer ist Bystrov als künstlerischer Leiter und Kurator international ausgerichteter Festivals und interdisziplinärer Projekte tätig, in denen zeitgenössische Musik, experimentelle Performance und Musikvermittlung systematisch miteinander verknüpft werden.
werk
ATEMKREIS: Ein Klangprozess über den Kreislauf des Atems.
Aus Atemgeräuschen entstehen Loops, die sich verdichten, spiegeln, auflösen.
Das Saxophon wird zum Zentrum eines atmenden Systems, dessen Echos sich in vier Klangschichten entfalten.
Violine, Santur und Sprache reagieren frei – als entfernte Spiegel, organisch im Raum verteilt. Jeder Loop ist Erinnerung, jedes Geräusch ein Beginn. Elektronik, Körper und Raum verschmelzen zu einem einzigen Atem – der Klang kehrt zu seinem Ursprung zurück.
Atem wird Wind.
Wind wird Stille.
Ich atme.
Silent Geometry – ritual for loops and disappearing air
für Bassklarinette, Live-Loops, Elektronik und Shakuhachi
Silent Geometry ist eine improvisierte Klangperformance zwischen ritualhafter Atemmusik, elektroakustischer Raumkomposition und Live-Looping. Aus Luftgeräuschen, tiefen Resonanzen, fragmentierten Mehrklängen und sich überlagernden Loops entsteht eine fragile akustische Architektur aus Puls, Echo und Stille.
Die Musik entwickelt sich von mechanischen, geometrischen Strukturen hin zu immer instabileren Klangschichten, die sich langsam auflösen. Erst am Ende erscheint die Shakuhachi — atmend, reduziert und beinahe körperlos — wie eine entfernte menschliche Spur innerhalb der zerfallenden Resonanzen.
Das Stück versteht Loop-Technologie nicht als rhythmische Wiederholung, sondern als lebendigen Prozess des Entstehens, Überlagerns und Verschwindens von Klang im Raum.
Aus Atemgeräuschen entstehen Loops, die sich verdichten, spiegeln, auflösen.
Das Saxophon wird zum Zentrum eines atmenden Systems, dessen Echos sich in vier Klangschichten entfalten.
Violine, Santur und Sprache reagieren frei – als entfernte Spiegel, organisch im Raum verteilt. Jeder Loop ist Erinnerung, jedes Geräusch ein Beginn. Elektronik, Körper und Raum verschmelzen zu einem einzigen Atem – der Klang kehrt zu seinem Ursprung zurück.
Atem wird Wind.
Wind wird Stille.
Ich atme.
Silent Geometry – ritual for loops and disappearing air
für Bassklarinette, Live-Loops, Elektronik und Shakuhachi
Silent Geometry ist eine improvisierte Klangperformance zwischen ritualhafter Atemmusik, elektroakustischer Raumkomposition und Live-Looping. Aus Luftgeräuschen, tiefen Resonanzen, fragmentierten Mehrklängen und sich überlagernden Loops entsteht eine fragile akustische Architektur aus Puls, Echo und Stille.
Die Musik entwickelt sich von mechanischen, geometrischen Strukturen hin zu immer instabileren Klangschichten, die sich langsam auflösen. Erst am Ende erscheint die Shakuhachi — atmend, reduziert und beinahe körperlos — wie eine entfernte menschliche Spur innerhalb der zerfallenden Resonanzen.
Das Stück versteht Loop-Technologie nicht als rhythmische Wiederholung, sondern als lebendigen Prozess des Entstehens, Überlagerns und Verschwindens von Klang im Raum.